Club-News 09.05.2019

09.05.2019

Nadine Horchler
© N.Horchler

Biathlon: Nadine Horchler hängt noch eine Saison dran, Marie Zeutschel in C-Kader berufen

Vier Wochen hat sie sich Gedanken gemacht, im Urlaub in Ägypten viel überlegt. Jetzt steht fest: Biathletin Nadine Horchler hängt noch ein Jahr dran an ihre Karriere. „Ich musste mir erst klar werden, ob ich die Motivation habe auch noch einmal 110 Prozent zu bringen.“

Die Sportlerin des SC Willingen, die im nächsten Monat 33 wird, hat nun für sich eine Lösung gefunden: „Die Idee, ich gehe ganz bewusst in meine letzte Saison, die fühlt sich gut an.“ Sie hofft, sich mit dem fixen Karriereende vielleicht sogar noch ein bisschen mehr quälen zu können. „Ich habe so viele Jahre gekämpft, um überhaupt weitermachen zu dürfen, jetzt kann ich da etwas lockerer ran gehen.“ Den Spaß am Biathlon hat sie nie verloren.

Das für einen Leistungssportler fortgeschrittene Alter war für sie kein Grund für die etwas längere Entscheidungsfindung. „Das ist weiterhin normaler Konkurrenzkampf“, unterstreicht Horchler, „und nicht alt gegen jung.“ Außerdem seien schon einige Topleute über 30 (ihre Schwester Karolin erreichte gestern diese Marke). Allerdings war die gebürtige Ottlarerin in der letzten Saison überwiegend zweitklassig im IBU-Cup unterwegs, wo der Deutsche Ski-Verband vorrangig versucht die nächste Generation an höhere Aufgaben heranzuführen. „Das stimmt“, sagt Nadine Horchler, „aber das ist auch nicht mein Ziel“. Das heißt zurück ins Weltcup-Team.

Für den nächsten Winter wurden nur Laura Dahlmeier, Denise Herrmann und Franziska Preuss gesetzt. Auch die übrigen sechs aus der Lehrgangsgruppe 1a, darunter auch ihre Schwester Karolin, müssen sich im Herbst über die deutschen Meisterschaften für die ersten Weltcuprennen qualifizieren. „Da ist richtig Platz“, geht die SCW-Athletin, die Sache gewohnt optimistisch an, obwohl sie keiner Lehrgangsgruppe zugeordnet worden ist.

Die Sprint-Europameisterin von 2016 wurde in den sogenannten Förderkader eingestuft, das war wichtig, um ihre sportliche Behördenstelle zu sichern. Als Sportsoldatin ist sie mittlerweile in Bischofswiesen stationiert, wohnt und trainiert aber auch nach der Auflösung der Sportfördergruppe in Mittenwald weiter am Fuße des Karwendels. Zu der Trainingsgruppe von Bernhard Kröll gehört Laura Dahlmeier und auch Sven Lohschmidt vom SC Willingen, der zu den Männern aufgerückt ist und dort ebenfalls in den Förderkader eingestuft wurde.

Nach so langer Zeit Leistungssport mit dem Weltcup-Debüt 2011 ist Biathlon für Nadine Horchler praktisch zum Beruf geworden. „Ich schule nächstes Jahr dann noch mal um“, schmunzelt sie. Parallel hat sie ihre Ausbildung zur Heilpraktikerin für Psychotherapie abgeschlossen, will vielleicht in die Richtung studieren.

Zunächst aber gilt ihre Konzentration der in dieser Woche begonnenen Vorbereitung. Höhepunkt des nächsten Winters sind die Weltmeisterschaften im Februar in Antholz. An das Südtiroler Biathlon-Mekka hat Nadine Horchler sehr gute Erinnerungen: 2017 feierte sie da, ansonsten in ihrer Karriere zweimal mit der deutschen Staffel erfolgreich, im Massenstart ihren bislang einzigen Weltcup-Einzelsieg. Ein gutes Omen für das letzte Jahr ihrer Karriere?

Eine gute Nachricht gab es für eine weitere SCW-Biathletin, Marie Zeutschel (Foto) wurde in die neunköpfige Lehrgangsgruppe 2a berufen. Die 18-jährige Usselnerin hatte im vergangenen Winter den Deutschlandpokal in der Altersklasse Jugend II als Gesamtdritte beendet und wurde nun vor ihrem ersten Jahr bei den Juniorinnen in den C-Kader berufen.

Quelle Text: www.wlz-online.de


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