Club-News 15.02.2018

15.02.2018

Stephan Leyhe
© Sport2000

Stephan Leyhe reichten 139 Meter leider nicht
Geiger gewann das Duell auf der Großschanze 
Weiter nur der beste fünfte Mann bei Olympia

Karl Geiger hat auch die interne Ausscheidung auf der Großschanze um den vierten Startplatz gegen Stephan Leyhe gewonnen und komplettiert erneut das DSV-Quartett für den olympischen Wettbewerb von der Großschanze am Samstag (13.30 Uhr MEZ). Der Oberstdorfer sprang am Donnerstag in beiden Qualifikationsdurchgängen weiter als Leyhe und setzte sich so durch. „Mir sind sehr gute Sprünge gelungen. Für Stephan tut es mir leid, dass er wieder nur zuschauen muss“, sagte Geiger sportlich fair.

Der Willinger hatte zum Auftakt der Trainingssession mit 139 m für einen Paukenschlag gesorgt. Doch Geiger konterte zwei Luken tiefer mit 135,5 m. Erst der fünfte und sechste Trainingsdurchgang in Pyeongchang war wieder von Bundestrainer Werner Schuster zur internen Qualifikation angesetzt worden und dort überzeugte dann Geiger, obwohl auch Leyhe jeweils unter den Top ten landete und weitaus stärker als zum Beispiel Markus Eisenbichler sprang.

In allen drei Trainingsdurchgängen überzeugten die DSV-Adler. Geiger (135,5+133,5+136) und Richard Freitag (132,5+134,5+131,5) waren ebenso wie Leyhe (139+131,5+132) top, dagegen fiel Markus Eisenbichler (128+129+131,5) schon etwas ab. Andreas Wellinger, der Olympiaseiger auf der Normalschanze steigerte sich von 125,5 auf 129,5 und 132 m mit Luft nach oben.

Der weiteste Sprung des Tages gelang Vierschanzentournee-Sieger Kamil Stoch aus Polen mit 139,5 Metern, nur einen halben Meter weiter als Stephan Leyhe („Es hat nicht sollen sein“), der der beste fünfte Mann bei Olympia ist und bleibt. Aufgeben wird er nicht, wie er bei EUROSPORT im Interview sagte, denn es kann noch viel passieren vor dem Teamwettbewerb am Montag, für den allerdings Geiger jetzt klar die besseren Karten hat.

"Es war ein hochklassiges Training von Karl Geiger und Stephan Leyhe. Karl war wieder der  bessere, somit wird die Mannschaft gleich bleiben", sagte Schuster, der dem unterlegenen Leyhe ein Sonderlob gab: "Ich kann Stephan nur eine Kompliment aussprechen. Er verhält sich absolut sportlich. Es ist ein schönes Gefühl als Coach, fünf annähernd gleichwertige Springer im Team zu haben."

Es ist ein schwacher Trost für Stephan Leyhe, dass er als einziger der DSV-Adler in allen sechs Trainingsdurchgängen nur einmal mit 128,5 m die 130-Meter-Marke verfehlt hat und in der Addition seiner Sprünge mit 794 m deutlich vor seinen Teamkollegen gelegen hat.

Livestream vom COC in Brotterode

Die rührigen Veranstalter der Continental Cup-Skispringen in Brotterode von Freitag bis Sonntag parallel zu Olympia in Pyeongchang bieten nicht nur bei der Premiere eines Flutlichtspringens auf ihrer Schanze einen Livestream für alle Fans an, den der Ski-Club Willingen unter http://fem-ev.de/coc/ gerne verlinkt. Der Ilmenauer Studentenfernsehfunk (kurz iSTUFF) ermöglicht das Projekt.


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