FIS Skisprung Weltcup Predazzo 12.01.2019

12.01.2019

Stephan Leyhe
© Tadeusz Mieczynski/SCW

Kobayashi gewinnt auch in Val di Fiemme
Stephan Leyhe auf Rang fünf: „Weiter frech bleiben“

Stephan Leyhe war in Abwesenheit des am Vortag in der Qualifikation disqualifizierten Markus Eisenbichler beim Weltcup-Skispringen in Predazzo im Val di Fiemme nach  119,5 und 127,5 m und mit 275,1 Punkten als Fünfter wieder bester Deutscher und war mit sich und der Welt zufrieden. „Der erste Sprung war nicht ganz gelungen. Der zweite deutlich besser. Daran gilt es am Sonntag anzuknüpfen und frech zu bleiben“, sagte der Willinger und rechnet auch wieder mit einem starken Tournee-Zweiten „Eisei“.

Eine Aussage, die für das gestiegene Selbstvertrauen des Tourneedritten aus dem Waldecker Upland spricht. Das Podest war wieder in Reichweite und hinter dem überragenden Japaner scheint für Leyhe derzeit alles möglich. Sogar der erste Weltcupsieg liegt irgendwie in der Luft.

Nicht zu bremsen ist derzeit Ryoyu Kobayashi. Der Japaner stellte im Finale mit 136 m den 13 Jahre alten Schanzenrekord von Adam Malysz aus Polen ein und gewann nach schon 135 m im ersten Durchgang mit 315 Punkten deutlich vor dessen beiden Landsleuten Dawid Kubacki (288,5) und Kamil Stoch (282,9). Vor Leyhe, der im Gesamtweltup mit 456 Punkten Vierter ist und weiter ganz oben mitmischt, landete nur noch Österreichs wiedererstarkter Stefan Kraft (281,6) aus Österreich. Er hat die WM in Seefeld als einziger Austria-Adler fest im Visier. Im Distance Award liegen vor Leyhe (2.978,5) nur noch Kobayashi und Stoch.

David Siegel (14.), Richard Freitag (17.), Karl Geiger (19.)  und Andreas Wellinger (26.) punkteten, sahen aber alle noch Luft nach oben. Bundestrainer Werner Schuster lobte neben Leyhe vor allen David Siegel, der langsam aber sicher den Top ten näher kommt. Leyhe war die Umstellung von Bischofshofen auf die Schanze in Italien nach eigener Aussage noch nicht ganz gelungen. „Da muss noch Länge rein“, meinte er nach dem ersten Sprung, der aber schon etwas besser war als die 117 m aus der Probe. Auch in der Quali war der „Upland-Adler“ der beste DSV-Adler vor Karl Geiger gewesen.


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