FIS Skisprung Weltcup Trondheim 14.03.2019

14.03.2019

A.Sterjnen - R.Kobayashi - S.Kraft
© www.berkutschi.com

Ryoyu Kobayashi gewinnt auch in Trondheim  
Andreas Stjernen beendet Karriere mit Platz zwei  
Stephan Leyhe nicht mehr nach Vikersund

Ryoyu Kobayashi (298,4/141,0 m+141,5 m) gewinnt auch in Trondheim und greift in der RAW AIR Gesamtwertung noch einmal an. Hinter dem bereits als Weltcup-Gesamtsieger feststehenden Japaner beendete der Norweger Andreas Stjernen auf seiner Heimschanze mit 288,0/137 m+137 m seine Karriere und schritt durch ein Spalier seiner Skisprung-Kollegen. Stefan Kraft (280,5/136,5 m+135 m) komplettierte das Podium, und führt die Wertung um den Jackpot von 60.000 Euro weiter an, Kobayashi ist ihm aber bis auf 9,5 Punkte nahe gekommen und verdrängte Robert Johansson auf Platz drei, der direkt hinter einen deutschen Dreier-Pack mit Richard Freitag (132 m+132,5 m), Karl Geiger (134,4 m+131,5 m) und Markus Eisenbichler (135 m+132 m) in der Tageswertung nur auf Platz zehn landete.

Eisenbichler ist Fünfter in der Sonderwertung, allerdings liegt der Dreifach-Weltmeister von Seefeld schon deutlich zurück. „Er will den Skiflug-Weltcup holen“, kündigte Bundestrainer Werner Schuster an, der gegenüber den letzten Springen von einem Aufwärtstrend seiner Adler sprach. Constantin Schmid hatte das Finale der besten 30 erreicht und war im letzten Skispringen des Winters am Ende 24. geworden. In Vikersund und eine Woche später in Planica haben jetzt die Skiflieger das Sagen. Weltrekordler Stefan Kraft (253,5) ist gerade rechtzeitig in Form gekommen und hätte nichts gegen einen neuen Rekord einzuwenden. Schon am Freitag geht es ab 17.30 Uhr mit der Qualifikation für das Skifliegen in Vikersund weiter.

Stephan Leyhe (Foto mit Bundestrainer W.Schuster) steigt aus der RAW AIR Tour aus und geht nicht mehr in Vikersund an den Start. In Trondheim hatte der „Upland-Adler“ zwar nach seinem Sturz in Oslo noch immer stark gehandicapt die Qualifikation (119,5 m) geschafft, war aber nach 123 m und 121,5 m im Training am Vortag und 127 m in der Probe mit 124 m und 119,4 Punkten auf Platz 34 nicht in das Finale der besten 30 gekommen. Wie übrigens auch sein Zimmerkollege Olympiasieger Andreas Wellinger (37./122,0 m/116,5 m) und auch Pius Paschke mit nur 119 m weit abgeschlagen nicht. „Es hat keinen Sinn, wir haben beschlossen, dass Stefan zurück nach Deutschland fliegt“, bestätigte Bundestrainer Werner Schuster im ZDF. Die Gesundheit geht vor, Leyhe hatte schon nach der Quali angedeutet, dass er erstmals in diesem Winter eine Weltcup-Station auslassen muss, um weiter untersucht und behandelt zu werden. In Planica will er dann möglichst beim Weltcupfinale wieder dabei sein.

Lundby gewinnt RAW AIR vor Althaus und Seyfarth

Die norwegische Olympiasiegerin und Weltmeisterin Maren Lundby hat die erstmals ausgetragene sechstägigen Raw Air-Tour der Skispringerinnen in ihrem Heimatland gewonnen und sich damit ein Extra-Preisgeld von 35 000 Euro gesichert. Die 24-Jährige Lokalmatadorin siegte zum Abschluss der Serie auf drei Schanzen in Oslo, Lillehammer und Trondheim auch beim Springen auf der Großschanze in Trondheim mit 274,1 Punkten (133 m+133,5 m) vor Juliane Seyfarth (261,0/131 m+137,5 m) und der Österreicherin Eva Pinkelnig (257,9/132,5 m+128 m). Katharina Althaus wurde

Fünfte, Sotchi-Olympiasiegerin Carina Vogt kam auf Rang 17, Svenja Würth auf Rang 28. Zuvor hatte Lundby bereits in Lillehammer gewonnen und insgesamt schon elf Siege in dieser Saison gefeiert. In der Gesamtwertung der Serie distanzierte sie die zweitplatzierte Althaus, die 15.000 Euro bekam,  um umgerechnet etwa 31 Meter.

Durch ihr starkes Abschneiden im letzten Wettkampf mit Sprüngen auf 131 m und neuem Schanzenrekord von 137,5 Meter zog Seyfarth im Gesamtklassement noch an der Österreicherin Daniela Iraschko-Stolz vorbei und sicherte sich Rang drei. Mit 3.000 Euro Extra-Preisgeld. Die Skispringer starten nach Trondheim noch in Vikersund, Springerinnen sind auf den Flugschanzen wie dem „Monsterbakken“ noch nicht startberechtigt. Katharina Althaus & Co. beenden ihren Weltcup jetzt in Russland.


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