Robin Kloss springt auf Rang 16, Ludwig Flamme wird 55.
Erstellt von: Friederike Weiler - Pressechefin
Gut sechs Wochen vor dem Start in die neue Wintersaison hat Robin Kloß bei den Deutschen Meisterschaften in Hinterzarten einen soliden ersten Formcheck absolviert. Der 21-jährige Skispringer des Ski-Clubs Willingen belegte auf der Adlerschanze den 16. Platz und zog trotz eines missglückten zweiten Sprungs ein positives Fazit.
Nach einem gelungenen Probesprung fand Kloß am Freitag gut in den Wettkampf. Im ersten Wertungsdurchgang landete er bei 97 Metern und lag damit zunächst auf Rang zwölf. Im Finale konnte der Sportsoldat daran jedoch nicht anknüpfen. Mit 88,5 Metern fiel er noch auf den 16. Platz zurück.
„Es war ein solider Wettkampf. Ich habe mich zwar nicht ganz so gut gefühlt und war leicht angeschlagen, bin aber trotzdem gut hineingekommen“, bilanzierte Kloß. Vor allem mit seinem Auftakt war er zufrieden: „Der Probesprung war gut, und auch mit dem ersten Durchgang und Platz zwölf war ich zufrieden.“
Mit seinem zweiten Versuch haderte der 21-Jährige dagegen. „Den zweiten Sprung habe ich dann leider ziemlich verhauen“, sagte Kloß. Seine insgesamt positive Einschätzung änderte das jedoch nicht: „Mit Platz 16 kann ich am Ende trotzdem ganz gut leben.“
Besonders freute sich Robin Kloß über die Unterstützung seiner Familie, die den Wettkampf vor Ort verfolgte. „Die Unterstützung aus der Heimat hat mich sehr gefreut.“ Auch mit am Start war der 18-jährige Ludwig Flamme vom SCW, der auf 80 und 67,5 Meter kam und damit Rang 55 verbuchte.
Den Titel bei den Herren sicherte sich Philipp Raimund (Oberstdorf) knapp vor Andreas Wellinger (Ruhpolding). Bronze ging überraschend an Ben Bayer (Pfullingen), dem mit 106,5 Metern der weiteste Sprung des Tages gelang. Bei den Damen setzte sich Agnes Reisch (Isny) vor der Oberwiesenthalerin Selina Freitag und Luisa Görlich (Lauscha) durch.
Am Samstag standen in Hinterzarten die Teamwettbewerbe auf dem Programm. Bei den Herren ging der Titel an Bayern I mit Philipp Raimund, Constantin Schmid, Karl Geiger und Andreas Wellinger. Insgesamt traten 13 Mannschaften mit jeweils vier Springern für ihre Landesskiverbände an. Der Hessische Skiverband konnte jedoch kein vollständiges Quartett stellen, sodass Kloß und Flamme nicht zum Einsatz kamen. „Wir hätten nur als Mixed-Team an den Start gehen können, das am Ende aber leider nicht in die Wertung gekommen wäre. Daher haben wir uns dazu entschlossen, nicht an den Start zu gehen“, erklärte er. Die Pause kam ihm vor dem nächsten Trainingsblock nicht ungelegen: „So konnte ich mich noch einmal etwas ausruhen, bevor es zum Lehrgang geht.“
Bei den Frauen, die in Zweierteams antraten, verteidigte Baden-Württemberg I mit Anna Deufel und Agnes Reisch den Titel aus dem Vorjahr.
Für Robin Kloß geht es nach dem ersten Formcheck schon diese Woche weiter. Gemeinsam mit SCW-Coach Anže Brankovič reist er zu einem einwöchigen Lehrgang nach Slowenien. Anschließend folgt eine weitere Trainingswoche in Hinterzarten, ehe es in der letzten Oktoberwoche noch einmal in die Heimat geht.
„Dann steht eine Woche Sprungpause an, bevor am 1. November der erste Lehrgang auf der Eisspur in Garmisch beginnt. Zwei Wochen später folgt ein weiterer Lehrgang in Oberstdorf“, erläuterte Kloß seinen Fahrplan. Anfang Dezember startet der 21-Jährige schließlich beim FIS-Cup im schweizerischen Kandersteg in die Wintersaison: „Dann auch auf der Eisspur und auf Schnee.
Foto: Jan Simon Schäfer