FIS Skisprung Weltcup Nizhny Tagil 08.12.2019
08.Dezember 2019

FIS Skisprung Weltcup Nizhny Tagil 08.12.2019

08
Dezember
Erstellt von Presseteam SCW
Kategorie: FIS World Cup 2019/2020
2019
08 .Dezember 2019
Kategorie: FIS World Cup 2019/2020
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Kraft gewinnt vor Peier und Kobayashi
Leyhe wieder in den Punkterängen
Schmid überraschte hinter Geiger

 

Stephan Leyhe flog  ohne Weltcup-Punkte nach Russland und kehrte mit  35 Zählern zurück. Nach der ersten Top-Ten-Platzierung des neuen Winters ( "Das ist Balsam für meine Seele") am Samstag hatte er gestern beim vom Winde verwehten Geduldspiel etwas weniger Glück, kam nach Rang 44 in der Qualifikation aber mit 121,5 und 119 m auf Platz 22 noch einmal zu neun Punkten. „Die letzten Wochen waren wirklich schwierig für mich, jetzt geht es wieder bergauf“, bekannt der Upland-Adler aus Willingen. „Ich bin dabei, meinen Rhythmus wieder zu finden. Rechtzeitig vor dem ersten Heimspiel in Klingenthal“ so der Upland-Adler.

Überhaupt kommen die Schützlinge des neuen Bundestrainers Stefan Horngacher immer besser zurecht. Nach dem ersten Podestplatz von Karl Geiger, der sich nur dem japanischen Überraschungssieger Yukiya Saito geschlagen geben musste, war der Allgäuer (246,0) auch am Sonntag beim Sieg des überragenden Österreichers Stefan Kraft (277,6) vor Kilian Peier (254,6) aus der Schweiz und Ryoyu Kobayashi (252,3) aus Japan als Sechster vor dem Überraschungsmann Constantin  Schmid (239,2) wieder der beste DSV-Adler. „Ich hatte heute drei Mal Glück mit den Bedingungen und habe meine Chance genutzt“, sagte Schmid. Pius Paschke (11), Leyhe,  Konstantin Bär (27.) und Richard Freitag (30.) punkteten, während Weltmeister Markus Eisenbichler weiter im Tief steckt und auf Platz 36 erneut das Finale verpasste.

Pech für Leyhe: Unmittelbar vor ihm stand im ersten Durchgang Kilian Peier noch aus Gate 5 mit 138 m einen Topsprung und die Jury verkürzte vorsichtshalber auf Gate 4. Auch im Finale erwischte der Willinger nicht gerade optimale Windbedingungen, war aber froh, zwei Mal punkten zu können.

Horngacher will in Klingenthal Eisenbichler jedoch trotz der kleinen Krise am nächsten Wochenende beim „Heimspiel“ wieder einsetzen, wenn die DSV-Adler auf den Heimvorteil setzen. „Wir werden das in aller Ruhe besprechen und sorgsam weiter arbeiten.“ Die Bedingungen in Russland waren mehr als schwierig und es gab einige Opfer: etwa Österreichs Gregor Schlierenzauer, der am Vortag noch so stark gesprungen und hoch motiviert war. Noriaki Kasai überstand erstmals die Qualifikation, kam aber nicht unter die Top 30.

Im Gesamtweltcup führt weiter der Norweger Daniel Andre Tande (260) nach Platz vier am Sonntag, Karl Geiger (192) ist hinter Stefan Kraft Dritter. Sein Landsmann Johann Andre Forfang hatte die Qualifikation gewonnen, im Wettbewerb aber nur Rang  14 belegt. Stephan Leyhe taucht jetzt auf Platz 26 in der Weltcup-Liste auf und freut sich auf Klingenthal, wo die Schneeproduktion läuft und auch die Skispringerinnen am Start sind.