FIS Skisprung Weltcup Titisee-Neustadt 19.1.2020
19.Januar 2020

FIS Skisprung Weltcup Titisee-Neustadt 19.1.2020

19
Januar
Erstellt von Presseteam SCW
Kategorie: Club-News, Weltcup-News, FIS World Cup 2019/2020
2020
19 .Januar 2020
Kategorie: Club-News, Weltcup-News, FIS World Cup 2019/2020
Erstellt von Presseteam SCW

Leyhe kratzt wieder am Podest
 
Als Vierter bester DSV-Adler vor Geiger
 
Kubacki feierte Doppelsieg in Titisee

 
Karl Geiger (266,2/137,5+134) hat das Gelbe Trikot beim Heim-Weltcup in Titisee-Neustadt verteidigt und der Upland-Adler Stephan Leyhe (269,2/135+140,5) war als Vierter noch einen Platz vor dem Allgäuer wieder ganz nahe am Podest.  Dem 26 Jahre alten Allgäuer (137,5 und 134 Meter) reichte am Sonntag vor 7000 Zuschauern ein fünfter Platz, um seinen Spitzenplatz vor dem Österreicher Stefan Kraft zu behaupten und die Führung auszubauen. Geigers Vorsprung beträgt nun 83 Punkte. Den Tagessieg holte der polnische Tournee-Gewinner Dawid Kubacki, der 143,5 und 133,5 Meter weit sprang.  Ryoyu Kobayashi musste sich trotz eines Fabelsprungs auf 147 Meter geschlagen geben, ihm fehlten 0,3 Punkte. An den Japaner gingen dafür 25 000 Euro Prämie für den besten Skispringer des Wochenendes.
Stephan Leyhe lag nach seinem geteilten fünften Platz am Vortag vor dem dramatischen Finale „nur“ auf Platz 12. „Unglaublich“, jubelte Biathlon-Olympiasiegerin Petra Behle nach seinen 140,5m im Finale und Ronnie Brandl von seiner Skifirma postete: „Bravo! Bester DSV-Mann und geilster Sprung im Finale.“ Nichts war mehr zu spüren von der Enttäuschung am Vortag, als Leyhe als Zweiter noch zurückfiel. Dabei waren die Bedingungen weitaus schwieriger. Aber die Leyhe-Faust zeigte schnell, was dieser Sprung wert war. In den Fernsehkabinen jubelten Toni Innauer und Sven Hannawald. Leyhe nistet sich wie schon in Predazzo mehr und mehr in der „Leader-Box“ des Führenden ein, fühlt sich dort wohl und das erste Podest des Winters, ja der erste Weltcupsieg überhaupt scheinen nur noch eine Frage der Zeit. "Der erste Sprung war okay, der Zweite dann sehr gut. Mein Niveau wird stabiler und das ist auch das Ziel für die nächsten Wochen", so der Upland-Adler. 

Constantin Schmid als Neunter und Pius Paschke auf Platz 26 holten ebenfalls noch Weltcup-Punkte. Die DSV-Adler schlagen sich auch ohne Eisenbichler, Wellinger, Freitag, Freund und Siegel derzeit mehr als wacker. Leyhe rückte im Gesamt-Weltcup mit 335 Punkten auf Platz 13 nach den zwei Null-Nummern zu Saisonbeginn weiter vor und kann jetzt sehr optimistisch nach Zakopane gehen. Auch bei Titisee5 blieb er sehr guter Dritter hinter Kobayashi und Kubacki. Seine Leistungen sind derzeit beste Werbung für den Willinger Kult-Weltcup.

 

Platz 13 für Michelle Göbel bei Olympia-Premiere
 

Die erst 15 Jahre alte Willinger Skispringerin Michelle Göbel 177,6) hat bei den olympischen Jugendspielen in Lausanne mit Weiten von 70,5 und 73,5 Platz 13 belegt – einen Rang hinter Anna Jäkle (73,5+74/179,7), der Tochter von Olympiasieger Hansjörg Jäkle aus dem Schwarzwald. Nach ihren tollen Trainingsleistungen auf den ersten drei Plätzen und dem Probedurchgang mit 80 m und Rang sieben dachten alle an ein Platz unter den Top ten und vielleicht eine kleine Medaillenchance. Am Ende musste den beiden DSV-Springerinnen nach zwei Durchgängen mit schwierigen Windbedingungen Trost gespendet werden, da sicherlich an einem anderen Tag mehr drin gewesen wäre, aber ihre Sprünge diesmal auch nicht ganz optimal gewesen waren.
Die Erfahrung und das Erlebnis Jugendspiele aber kann ihnen keiner mehr nehmen. Aus Willingen waren  die Eltern Bettina und Heiner, die Geschwister Nico und Madeleine sowie Moritz Ulbricht in das nordische Zentrum  Les Tuffes nach Frankreich gekommen, um bei der olympischen Premiere dabei zu sein. Sie erlebten in ihren Willinger Weltcup-Jacken einen zähen Wettkampf mit mehreren Pausen. Gold ging schließlich an die Russin Anna Shpyneva (229,6/84+85) vor der Französin Josephine Pagnier (222,8/79,5+82) und der Tschechin Stepanka Ptackova (241,6/83,5+80). Die Österreicherin Julia Mühlbacher (205,9) verlor ihren Treppchen-Platz nach dem 1. Durchgang und landete am Ende auf Platz vier. Alle schafften Weiten, die eigentlich auch für die beiden Deutschen „drin“ gewesen wären. Doch die olympische Erfahrung kann ihnen keiner mehr nehmen!
34 Skispringerinnen aus 19 Ländern waren am Start. Michelle Göbel hatte im Probedurchgang mit 80 m noch Platz sieben belegt. Am Ende stoppten sie die vielen Unterbrechungen und Wartezeiten. Vor ihrem ersten Wertungsdurchgang musste sie zwei Mal vom Balken. „Da bin ich kalt geworden und natürlich schon etwas enttäuscht. Aber dabei sein ist alles, heißt das olympische Motto, und es geht weiter“, sagte die Schülerin und freute sich gleichzeitig über die vielen Reaktionen aus der Heimat, aber auch aus Titisee-Neustadt, Klingenthal und Rastbüchl, wo ihre Vereinskameraden  im Welt- und Continental Cup sowie im Schülercup im Einsatz waren, den Wettbewerb im Internet verfolgten und die Daumen drückten..
In Lausanne bzw. Les Tuffes stehen am Montag und Dienstag noch die Teamwettbewerbe an. Für Michelle geht es dann am kommenden Wochenende beim Continental Cup in Norwegen schon wieder international um Punkte.

 

Die ersten COC-Punkte für Paul Winter
 
Es geht wieder aufwärts mit Paul Winter! Nach seinem Pech am Samstag, als er das Finale der besten 30 nur um 0,1 Punkte verpasst hatte, setzte der Willinger Skispringer am zweiten Tag des Continental Cups in der VogtlandArena in Klingenthal ein Ausrufezeichen. 128,5 und 118 m bedeuteten mit 205,3 Punkten in dem erlesenen Feld auf der Weltcupschanze Platz 16 und damit 15 Punkte. Im ersten Durchgang war Winter noch der beste DSV-Adler, am Ende überholte ihn Adrian Sell auf Platz zehn. „Ich war seit langer Zeit mal wieder nervös.. Habe aber einen guten Wettkampf gemacht, mal sehen, wo die Reise weiter hingeht“, meinte Winter und hofft auf weitere internationale Einsätze. Beim Sieg des Norwegers Robin Pedersen (247,1) vor den beiden Österreichern Clemens Aigner (243,1) und Stefan Huber (241,4) kam Japans „Dauerbrenner“ Noriaki Kasai (223,9) auf Platz sieben. Leitner behauptete die Führung in der Gesamtwertung.


Althaus und Seyfarth auf fünf und sechs
 
Die DSV-Skispringerinnen sind auch zum Abschluss des Weltcups in  Zao am Stockerl vorbeigesprungen. Katharina  Althaus wurde nach Sprüngen auf 93 und 89 Meter Fünfte, Teamkollegin Juliane Seyfarth (94,5 und 92,5 Meter) landete direkt hinter ihr auf Rang sechs. Die Erfolgsserie von Österreichs Frauen in Japan ging weiter: Eva Pinkelnig (99 und 95 Meter) gewann vor Landsfrau Chiara Hölzl und der Norwegerin Maren Lundby, die im Gesamtweltcup nur noch einen Punkt vor Pinkelnig liegt. Zao war für das Team von  Bundestrainer Andreas Bauer nicht besonders gut verlaufen. Am Freitag war Althaus nach einem verpatzten Sprung von Rang drei noch auf Rang acht zurückgefallen, am Samstag musste sich das deutsche Quartett als Weltmeister im Team gleich fünf weiteren Nationen geschlagen geben.