Weltcup-Splitter 3.2.2020
03.Februar 2020

Weltcup-Splitter 3.2.2020

03
Februar
Erstellt von Presseteam SCW
Kategorie: Club-News, Weltcup-News, FIS World Cup 2019/2020
2020
03 .Februar 2020
Kategorie: Club-News, Weltcup-News, FIS World Cup 2019/2020
Erstellt von Presseteam SCW

Das Gigabit-Zeitalter bricht an
SC Willingen beim Weltcup auf der Datenautobahn schneller unterwegs

Das Gigabit-Zeitalter bricht an
SC Willingen beim Weltcup auf der Datenautobahn schneller unterwegs

 
Willingen – Für die Skispringer zählt nur die Weite, für den Weltcup-Veranstalter SC Willingen auch die Breite. Der Verein hatte 2018 das Breitbandzeitalter am Mühlenkopf eingeläutet und nun wurde die Glasfaserleitung an der Schanze und im Ort weiter ausgebaut.
Die Ergebnisse stellten der Verein, die beteiligten Firmen C-On Systems (Bad Arolsen), Netcom Kassel mit drei Mitarbeitern und die politischen Vertreter Landrat Dr. Reinhard Kubat, Willingens Bürgermeister Thomas Trachte und der CDU-Kreisvorsitzende und Landtagsabgeordnete Armin Schwarz vor.
Von dem hinzugewonnenen technischen Fortschritt werden weniger die Zuschauer, sondern mehr die Fernsehstationen und die rund 100 Journalisten und Fotografen profitieren.
Es war bisweilen viel Geduld und Nervenstärke notwendig, um ein Foto/Video von Willingen aus auf dem digitalen Weg hinaus in die Welt zu senden. In die Breitbandoffensive am Mühlenkopf 2018 war bisher nur das Pressezentrum an der Schanze miteinbezogen. Nun fließen auch in der Pressestelle im Haus des Gastes die Daten schneller (100 Megabit/s rein und 40 raus). Außerdem seien durch neue Erdtanks Live-Übertragungen aus der Mixed-Zone am Auslauf möglich, fügte SCW-Pressekoordinator Bernd Saure hinzu. Doch auch für den Zuschauer bringt diese digitale Erweiterung eine neues Angebot: die bargeldlose Zahlung im Festzelt an der Schanze mit Kreditkarte, egal von welchem Anbieter. Bislang waren die Chips, die man für den Verzehr im Zelt kaufen muss, nur gegen Bargeld erhältlich, nun ist zusätzlich auch Kartenzahlung möglich.
„Das läuft in diesem Jahr noch als Test und wenn es gut angenommen wird, könnte das bargeldlose Bezahlen weiter ausgebaut werden“, sagte C-On-Systems-Geschäftsführer Günther Gröticke. Er schilderte, den bisweilen recht mühsamen Weg des SC Willingen ins digitale Zeitalter. Es begann 1995 mit dem Wählscheiben-Telefon und Fotos, die noch im Pressezentrum entwickelt werden mussten, heute bricht das Gigabit-Zeitalter an. Beim kommenden Weltcup vom 7. bis 9. Februar ist eine Übertragungsrate von 500 Megabit/Sekunde (synchron im Up- und Download) möglich, 200 mehr als noch im vergangenen Jahr. „Es laufen bereits Tests mit einem Gigabit/s, also 1000 Mbit/s“, sagte Gröticke. Er warf einen dankbaren Blick in die Runde und lobte die „sehr gute Zusammenarbeit“ zwischen den beteiligten Firmen, der Politik und dem Ski-Club. Wenn nicht alle an einem Strang gezogen hätten, wäre dieser digitale Fortschritt in Willingen nicht möglich gewesen, sagte der Geschäftsführer.
Natürlich habe auch der Ski-Weltverband (Fis) indirekt Druck auf den SC Willingen ausgeübt, gab Präsident Hensel zu. So war seinerzeit zu hören: „Ihr seid mit eurer Veranstaltung Champions League, aber bei euch geht nur die Brieftaube aus dem Stadion raus....“.
Der Weg der Digitalisierung in Willingen sei noch lange nicht zu Ende, betonte Netcom-Geschäftsführer Eckhard Liebelt, aber das Glasfaserkabel biete alle technischen Voraussetzungen, die Datenmenge bei Bedarf zu erhöhen.
Das bedeutet für den SC Willingen, wenn das Netz komplett ist, über Jahre hinaus keine neuen Kabel zu verlegen und mehr Planungssicherheit für den Weltcup.
Gröticke blickte auch noch in die nahe Zukunft. Der Veranstalter sei bemüht, für den Besucher das Mobilfunknetz auszubauen. Stichwort 5G-Technologie. Dafür gebe es Verhandlungen mit den Netzbetreibern Telekom, Vodafone und Telefonica, etwa über die LTE-Verfügbarkeit und Pachtverträge. LTE im Stadion biete bisher nur die Telekom an. „Wir hoffen, dass das für 2021 mit allen drei Netzbetreibern geregelt ist und wir vielleicht mit einem dieser Netzbetreiber sogar mit 5G weiterkommen.“ Einen Zeitpunkt, wann diese Mobilfunktechnologie in Willingen an den Start geht, wollte Gröticke noch nicht nennen.
Er teilte auch mit, dass der Deutsche Skiverband anrege, ein Stadion-W-Lan für Marketingzwecke einzurichten.
Dafür würde die Infrastruktur in Willingen ausreichen und es müssten keine neuen Masten gesetzt werden, betont Liebelt aber er warnt vor einem Schnellschuss: „W-Lan für über 10 000 Zuschauer sollte sorgfältig geplant und ausgeführt werden, denn nichts ist schlimmer als ein W-Lan anzubieten und dann funktioniert es nicht. Da steigt der Frust der Zuschauer extrem schnell an.“   (Waldeckische Landeszeitung)