FIS Skisprung Weltcup Team Lahti 09.02.2019

09.02.2019

Siegerehrung Team Lahti
© Fluegede

DSV-Adler mit Leyhe auf dem Podest 
Österreich gewinnt mit Schlierenzauer 
Karl Geiger legte tollen Start hin

Ohne Markus Eisenbichler belegten die deutschen Skispringer beim Teamwettbewerb in Lahti in Olympiabesetzung, aber in geänderter Reihenfolge mit 942,6 Punkten hinter Österreich (953,6) Platz zwei und damit mit Stephan Leyhe (119,5+124,5) als Schlußspringer den dritten Podestplatz im dritten Mannschaftsspringen der Saison. In Zakopane lag Deutschland am Ende hauchdünn vor Österreich, diesmal siegten die Österreicher, erstmals nach längerer Pause wieder mit Gregor Schlierenzauer sowie Philipp Aschenwald, Michael Hayboeck und Stefan Kraft. Und vor der WM in Seefeld wird am Freitag noch der Team-Weltcup von Titisee-Neustadt auf der Mühlenkopfschanze nachgeholt. Gelegenheit zur Revanche.  „In Willingen bin ich wieder dabei“, versicherte „Eisei“ per Videobotschaft.

Platz drei ging am Ende an Japan (929,5) mit den Kobayashi-Brüder. Bei Polen (925,7) stürzte der frühere Junioren-Weltmeister Jakob Wolny ab, noch schlimmer erwischte es die Norweger, die nach einem Sturz von Andreas Stjernen in der Probe und einem ähnlich schwachen Sprung im ersten Durchgang nicht einmal das Finale der besten Acht erreichten.

„Meine Mannschaft hat sich zusammen gerauft. Jeder hat seine Aufstellung gerechtfertigt. Karl Geiger kann man als Startspringer einsetzen“, freute sich Bundestrainer Werner Schuster über den starken Oberstdorfer (129,5+130,5), der nach dem Skifliegen auf er 90-m-Schanze im Allgäu trainiert hatte und schon in der Qualifikation am Vortag der stärkste war. Richard Freitag 119+113,5 m ringt noch mit seiner Form, hat die WM-Norm noch nicht erfüllt  und kämpft um seinen Platz, während es bei Olympiasieger Andreas Wellinger (117+123) wieder langsam aufwärts geht.

Auch Stephan Leyhe zeigte bei seinem zweiten Einsatz als Schlußspringer nach Zakopane nach einer schwächeren Vorstellung am Freitag im finalen Durchgang gegen die besten der anderen Teams jeweils aus einer Luke tiefer wieder ansteigende Form. Die Umstellung vom Skifliegen gelingt nach und nach. An die Schanze in Lahti hat er ohnehin nicht die besten Erinnerungen seit der WM 2017 und sie liegt ihm nicht unbedingt. „Ein scharfer Radius und ein langer Tisch, nicht einfach, den richtigen Moment für den Absprung zu erwischen“, meinte er, genoss aber sichtlich das Vertrauen seiner Teamkameraden, die sich über diesen Podestplatz riesig freuten und bei der Siegerehrung um die Wette strahlten.

Sicherlich gibt dieser zweite Platz den DSV-Adlern auch wieder Auftrieb für das Einzelspringen, dem letzten Test vor Willingen, wo sich alle auf die WM in Tirol einfliegen wollen.


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